Rettungshunde Info

Sport-Rettungshundearbeit

Die Sportrettungsprüfung im SV
die Prüfung richtet sich im Grundsatz nach der Internationalen Prüfungsordnung (PO) der Internationalen Rettungshunde-Organisation (IRO)

• Rettungshunde-Eignungstest (RH1) = Auswahl und Eignung
    entspricht der RH-E in der IRO-PO   

Die Rettungshundeprüfung kann in folgenden Sparten abgelegt werden:

o Fährte (F)
o Fläche (Fl)
o Trümmer (T)
o  Lawine (L)
o  Wasser (W)

Die Lawinen- und Wassersuchprüfung wird hier zunächst nicht weiter beschrieben.

Hinweis: Die RH1-Prüfung soll die Tauglichkeitsprüfung zum Rettungshund darstellen. Es reicht also eine bestandene RH1-Prüfung in irgend einer Sparte, um mit der RH2-Prüfung in jeder anderen Sparte weiter zu machen.   

Bei der IRO ist diese Prüfung nicht Voraussetzung, um an einer Prüfung der folgenden Stufe A teilzunehmen.

• Rettungshundeprüfung (RH2)      = hundesportliche Aktivitäten
                                                                  und Förderung
   entspricht RH-A bzw. B bei der IRO.

o Fährte           - Stufe A und Stufe B
o Fläche           - Stufe A und Stufe B
o Trümmer      - Stufe A und Stufe B

    Die Lawinen- und Wassersuchprüfung wird hier zunächst nicht weiter beschrieben.

Zulassung zur Prüfung

• Alle Hunde ohne Rücksicht auf Größe, Rasse oder Abstammungsnachweis sind
  zugelassen.

• Die Hunde sollen durch eine Tätowierung oder einen Chip identifiziert werden
  können.

Nachweis des gültigen, gesetzlich vorgeschriebenen Impfschutzes
• Nachweis der Haftpflichtversicherung des Hundes
• Das Mindestalter der Hunde am Tag der Prüfung beträgt:

Prüfstufe:

RH1

RH2-A

RH2-B

Alter:

14 Monate

18 Monate

20 Monate

         
• Nach bestandener RH-A in der jeweiligen Sparte, kann das Team unter  
  Berücksichtigung des Mindestalters
des Hundes am gleichen Tag die nächst höhere     Prüfungsstufe der Sparte absolvieren. 
• RHF und RH müssen die Prüfungen gemeinsam bestanden haben.
• Bei nicht bestandener Prüfung kann dieser Hund erst nach einer Frist von 5 Tagen
  erneut zu einer Prüfung dieser Sparte geführt werden. Die Prüfungen können
  beliebig oft wiederholt werden.
• Jede Belästigung der Versteckperson durch den Hund fließt negativ in die
  Bewertung ein. Verletzt der Hund die Versteckperson, führt das zur
  Disqualifikation.

Wesensüberprüfung während der gesamten Prüfung:

  • Sicherheit und Unbefangenheit des Hundes gegenüber fremden Personen
  • Sicherheit und Unbefangenheit des Hundes unter Störeinwirkung
  • Belastbarkeit auch unter erschwerten Bedingungen, wie länger dauernde Arbeit, mehrere Hunde gleichzeitig im Einsatz, große Hitze oder Kälte, Staub- und Rauchentwicklung, starke Geruchsbelastungen, etc.
  • Feststellen anderer Wesensmängel: Schussscheuheit, Nervenschwäche und damit verbundene Aggression, Überschärfe, Ängstlichkeit und ähnliches mehr.

Anzeigemöglichkeit von Versteckpersonen

  • Verbellen im Umkreis von 2 Metern, ohne die Versteckperson zu berühren
  • Bringseln
  • Freiverweisen
  • Scharren (nur bei der Lawinenprüfung zugelassen!)

Sport-Rettungshundprüfungen gliedern sich in:

Nasenarbeit                                      = Abteilung A
                                                                 (wahlweise: - Fährte

                                                                                   - Fläche
                                                                                   - Trümmer)

• Unterordnung und Gewandtheit    = Abteilung B

Abteilung A – Nasenarbeit

Fährte

RH 1

RH 2-A

RH 2-B

Anzeigeübung
(30 m entfernt, sichtbar sitzende oder liegende Person)

X

 

 

Eigenfährte

400 Schritt
20 min alt

 

Fremdfährte



1000 Schritt
90 min alt

2.000 Schritt
180 min alt

markierter Abgang

Ja

Nein1

Nein2

Geländewechsel

 

X

X

Ausarbeitungszeit in Minuten

15

20

45

dem Gelände angepasste Winkel

2

4

8

versteckte Gebrauchsgegenstände in maximal Schuhgröße

3

5

8

10 m Leine oder Freifährte

X

X

X

Person liegend oder sitzend am Ende der Fährte

X

X

1  Identifikationsgegenstand auf einer 20 x 20 Meter großen, markierten Fläche, der innerhalb
    von 3 Minuten zu erstöbern ist. Fährtenaufnahme
ohne Erstöbern des ID-Gegenstandes  ist
    zulässig.

Identifikationsgegenstand auf einer 30 x 30 Meter großen, markierten Fläche, der innerhalb
   von 3 Minuten zu erstöbern ist. Fährtenaufnahme ohne Erstöbern des ID-Gegenstandes  ist
    zulässig.

Fläche

RH 1

RH 2-A

RH 2-B

Suchgebietgröße offenes/ verdecktes Gelände


50 m
X
100 m

100 m
X
200 m

35.000
-
45.000 qm

Anzahl der Versteckpersonen

1

2

3

Ausarbeitungszeit* in Minuten

10

15

30

* Die Fläche kann vom HF nach eigenem Ermessen begangen werden. Rückwärtssuche ist zulässig.

Trümmer

RH 1

RH 2-A

RH 2-B

Größe des Trümmerfeldes in qm
(15 min vor der Suche wird das Gebiet von mehreren Personen mit Hund durchquert.)

400 - 600

800 - 1.000
ggf. mehrere
Ebenen*

1.200 - 1.800
ggf. mehrere
Ebenen**

Anzahl der Versteckpersonen

1

2
verdeckt

3
verdeckt

Ausarbeitungszeit in Minuten

15

20

30

Ablenkung: Schwelfeuer, Motorgeräusche, Hammerschläge, Trommeln etc. und sich bewegende Personen im Trümmerfeld


 

X

X

     * finstere Räume oder Hohlräume und Tiefenverstecke mit einer Verschüttungstiefe
        von ca. 1 Meter. Reine Gebäudesuche ist unzulässig.
    ** mind. 6 Verstecke, mind. 2 finstere Räume oder Hohlräume und 2 Tiefenverstecke
         mit einer Verschüttungstiefe von ca. 2 Meter oder Hochverstecke mit mind. 2 Meter
         Höhe. Reine Gebäudesuche ist unzulässig.

Abteilung B - Unterordnung


Übung - Unterordnung

RH 1

RH 2

Leinenführigkeit

X

 

Freifolge unter Ablenkung (Schüsse)

X

X 

Distanzkontrolle:  

- Absitzen
- 40 Schritte entfernen
- heranrufen
- nach halber Strecke: Platzkommando
- Kommando für 'Steh'
- heranrufen
- Vorsitzen

 

X

Bringen zu ebener Erde


X

Ablegen unter Ablenkung

                              Entfernung:

X

30 Schritte

X

40 Schritte



Abteilung B - Gewandtheit


Übung - Gewandtheit

RH 1

RH 2

Gehen durch einen Personengruppe mit 2 angeleinten Hunden

X

X

Begehen von unangenehmem Material

X

Überqueren von 3 verschiedenen Hindernissen in 60, 
40 und 80 cm Höhe  in jeweils 10 Meter Abstand

X

 

Überqueren einer starren Holzbrücke

X

 

Tragen und Übergeben

X*

X

Fassbrücke beweglich

 

X

Leiter waagerecht

 

X

Tunnel

X

X

Lenkbarkeit auf Distanz (Detachieren)

 

X

     * Bei der RH1 geht der Hundeführer neben dem Tragehelfer mit und darf mit seinem
        Hund sprechen.