Rettungshunde Info

Wir haben gemeinsam viel erlebt, sind in viele Einsätze gefahren und der RH-Oldie ist noch voll motiviert, allerdings klappt das nicht mehr so wie früher:

• die Gelenke sind steif;

• die Beweglichkeit ist eingeschränkt;

• über Bäume und Trümmer klettern fällt nicht mehr so leicht;

• auch die Goldimplantate können nichts an der fortschreitenden HD machen;

• und Frauchen oder Herrchen wissen, dass mein Herz nicht mehr so gut 
   ist.......

Ganz klare Konsequenz -möglichst bevor es so weit ist*:

Der Hund fährt in keine Einsätze mehr. Alles andere ist Tierquälerei!!

Jetzt wäre es natürlich fatal, den 'Alten' wegzupacken, wegzugeben....................

Also geht es ganz gemütlich zu einem Hundeplatz, auf dem Rettungshundesport angeboten wird. Hier kann der Oldie noch einmal richtig aufdrehen und den jungen zeigen, wie es funktioniert. Es ist erstaunlich, wie viel sich die Hunde voneinander anschauen. Der Oldie ist von der Einsatzhundeausbildung zu trennen, weil er hier doch allzu oft überfordert wird - das tut ihm nicht gut.

Die Suchen können wohl dosiert aufgebaut werden, so dass man den altersbedingten Beschwerden des Rettungsveteranen gerecht wird. Es macht Spaß zuzusehen, wie unser Hund ohne Quälerei alt werden kann.

Selbstverständlich achtet man nun auch darauf, wieder altersgerecht zu spielen!!! Zerrspiele werden nur noch wohldosiert vorgenommen. Springen ist nur noch bedarfsgerecht und nicht übertrieben zulässig. Es ist bei der Arbeit auch unbedingt darauf zu achten, dass der Hund ggf. schwer hört oder schlecht sieht. Dennoch kann mit viel Spaß gearbeitet werden.

*Hinweis: Die letzte Einsatzüberprüfung erfolgt grundsätzlich mit dem 10. Lebensjahr.



R E G E N B O G E N B R Ü C K E

Leider muss sich jeder Hundeführer damit abfinden, dass es mit unserem Liebling zu Ende geht. Auch wir mussten jetzt wieder einmal diese schmerzliche Erfahrung machen.

Der Versuch, 'es' Tage und Wochen hinauszuzögern, misslingt in der Regel. Letzten Endes mussten wir uns fragen, ob es Billy wirklich hilft, wenn wir ihn noch ein paar 'schöne' Tage gönnen.

Die Entscheidung ist schwer. Du hast die Pistole, hältst sie deinem Hund an den Kopf und drückst ab. So war unser Gefühl.

Unser Tierarzt und die ganze Praxismannschaft war sehr einfühlsam und verständnisvoll. Letzten Ende ging alles sehr schnell und zumindest ich hatte das Gefühl, das Richtige getan zu haben. Der Zeitpunkt passt nie und irgendwie gibt es immer noch 'Hoffnung'. Da
das Schicksal leider nicht gnädig war, macht man sich natürlich Gedanken, ob es nicht doch irgendwie weiter gegangen wäre. Auch hier hat uns die Praxiscrew und auch Dr. Nonhoff die Zweifel genommen. Sie sprachen uns aus der Seele und ihre jahrelangen Erfahrungen mit diesen letzten Minuten trugen dazu bei, dass wir kein schlechtes Gewissen haben.

Billy geht es jetzt gut!      

        Billy     * 26.05.1995       + 22.12.2009 - 11:38 h         



     Lucky     * 04.06.1996       + 22.03.2010 - 12:11 h         




Nachdem bei Lucky am 31.07.2008 ein Lymphdrüsenkrebs festgestellt wurde, haben wir fast zwei Jahre versucht, Lucky bei uns zu behalten. Vielen Dank an die Freunde, die in dieser Zeit zu uns gehalten haben.

Frau Dr. Schmidt in Peine hat uns gut betreut und Lucky mit einer Monotherapie Doxorubicin zunächst ‚geheilt’. Lucky hielt sich an den Durchschnitt und war danach sechs Monate beschwerdefrei. Dann, im August 2009, wuchsen wieder die Lymphdrüsen. Die erneute Gabe einer Dosis Doxorubicin ergab wieder eine 5-monatige Beschwerdefreiheit, bis die Knoten am 31.01.2010 wieder wucherten.

Zunächst war geplant, Lucky soweit es ihm gut geht weiterleben zu lassen und dann frühzeitig zu erlösen. Letzten Dienstag haben wir uns dann entschieden, es doch noch einmal mit Kortison zu probieren, um die Wucherungen zu stoppen. Die Knoten wurden auch kleiner, gingen aber nicht ganz weg. Ab Freitag verschlechterte sich der Allgemeinzustand. Lucky schlief mehr als sonst, konnte noch schlechter laufen, fraß aber immer noch mit Appetit.

Sonntagnacht hustet Lucky viel, was auf nichts Gutes schließen ließ. Heute Morgen lag er auf seinem Wohnzimmerteppich und begrüßte mich noch im Liegen. Der etwas dicke Bauch fiel schon auf, aber das konnten die Nebenwirkungen des Kortison sein. Ich wollte das dann schnellstmöglich abklären.

Um 11 Uhr rief mich Nicole bei der Arbeit an, dass Lucky zum Tierarzt muss. Zuhause erwartete mich Lucky mit weit aufgerissenen Augen und stark aufgedunsenen Bauch. Aufstehen konnte er nicht mehr, so dass ich ihn ins Auto getragen habe. Bei Tierarzt konnte nur noch ein Krankheitsbild wie bei einer Magendrehung festgestellt werden. Der Kreislauf war schon stark zentralisiert.

Ich wollte Lucky alles Weitere ersparen. Da er ohnehin einen venösen Zugang hatte, entschieden wir uns, den Schnuffel zu erlösen. Er schlief ruhig und friedlich in meinen Armen ein und es geht ihm jetzt besser.

Vielen Dank für die rege Anteilnahme an Lucky’s Schicksal.


Was mache ich mit meinem toten Hund?

Diese Frage stellen sich sicher Viele. Grundsätzlich ist es so, dass ein Tier, dass beim Tierarzt bleibt, in entsprechenden Tierkörper-Beseitigungsanstalten 'entsorgt' wird...........

Wer ein eigenes Grundstück besitzt und die örtlichen Regelungen so etwas zulassen, kann das Tier mitnehmen und dort mindestens 1,5 Meter tief bestatten.

Eine Alternative für Nicht-Grundbesitzer ist die Bestattung auf einem Tierfriedhof.

Wer das nicht möchte, wählt die dritte Variante, die Einäscherung. Hier gibt es die Möglichkeit, der Sammel- oder Einzel-Einäscherung (Kremierung). Bei der Sammel-Kremierung wird das Tier mit anderen Tieren verbrannt. Die Asche wird dann auf einer separaten Streuwiese verteilt.

Bei der Einzeleinäscherung wird nur das eine Tier verbrannt. Hier kann man wählen, ob die Asche auf der Streuwiese verteilt werden soll oder ob man sich die Asche in einer Plastiktüte mit Transportbox aushändigen lässt. Anstatt einer Transportbox kann man auch eine mehr oder weniger teure Urne (ab 50 Euro) auswählen. Die besonders teure Variante ist, sich aus der Asche einen Diamanten pressen zu lassen.

Wir haben die weniger aufwändige Variante gewählt, uns die Asche unserer Grauschnauzen zusenden zu lassen. Man kann diese dann z.B. an ihren Lieblingsplätzen in der Natur verteilen, die Box in einer kleinen Ecke aufbewahren oder die Box bzw. Urne mit der Asche bestatten.   

Wir haben sehr gute Erfahrungen mit der Kremierung über das Kleintierkrematorium Im Rosengarten gemacht. Die Betreuer waren einfühlsam und kompetent. Mit unseren Tieren wurde sorgfältig umgegangen und die Abwicklung war sehr zufriedenstellend. Auf Nachfragen konnte uns jederzeit Auskunft gegeben werden. Vorsicht allerdings bei den Preisen!! Grundsätzlich sind immer 39,50 Euro Überführungskosten hinzuzurechnen, es sei denn, es wird direkt zum Krematorium nach Badbergen angeliefert - was wohl die Wenigsten machen!